And so this is Christmas

Die letzten Tage vor Heilig Abend – der stillen Nacht. So still ist es eigentlich gar nicht.
Statt Ruhe und Besinnlichkeit, herrscht Hektik und Chaos.

Das Fest im Zeichen der Liebe. So liebevoll ist es irgendwie dann doch nicht.
Statt Familie und Nächstenliebe, zählen Pflichtbesuche und Geschenke.

Weihnachtszeit – oh du Fröhliche. So froh und munter sind die Leute aber nicht.
Statt Frohsinn und Heiterkeit überwiegt die Verbitterung.

And so this is Christmas.

„Eigentlich freue ich mich NICHT auf Weihnachten“

Den Satz habe ich die letzten Tage sehr oft gehört. Und selbst gesagt.

Ich habe darüber nachgedacht wann der Zauber des Weihnachtsfestes für mich seine Wirkung verloren hat. Vielleicht in dem Jahr als ich aufhörte einen Brief ans Christkind zu schreiben? War es während der Schulzeit? Wenn die einzige wichtige Frage nach den Ferien war: „Uuuund was hast du zu Weihnachten bekommen?“. Oder erst später, als der jährliche Weihnachtsmarathon zur Pflicht wurde?

Doch die einzelnen Marathon-Etappen reichen unserer Networking-Generation nicht. Da gibt es noch die Copy-Paste Nachrichten auf WhatsApp, die allgemein gültige „All meinen Freunden ein Frohes Weihnachtsfest-Floskel“ für Facebook. Während man in der Instagram-Story natürlich den Weihnachtstag genau dokumentieren sollte – immerhin will man die Freude teilen. Spread Love.

Während man also wertvolle Zeit mit seinen Liebsten verbringt wird geswiped, gegessen und die ganze traurige Szenerie geshared. Teilen ist ja wichtig, besonders an Weihnachten. Vollgefressen im Kreise der Familie fühlt man sich dann… leer. Denn wenn der Weihnachtszauber wie eine Seifenblase zerplatzt, bleibt nichts von der schönen rausgeputzten Weihnachtsfassade.

Doch genug von meinen Grinchgedanken. Eigentlich möchte ich euch ein paar Ideen mitgeben, mit denen die Feiertage wirklich zu einer schönen Zeit werden 🙂


Zeit für dich

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Hast du in dem Zusammenhang schon mal an Selbstliebe gedacht? Tu dir einfach was Gutes! Und damit meine ich nicht „Gönn dir was“. Sondern: Nimm dir Zeit – und nur für dich. Für deine Gedanken, deine Gefühle, deine Befindlichkeiten. Mach etwas, was dir Freude bereitet.

In einen Feiertag starte ich ganz gerne mit einem Frühstück – alleine. Ein Buch oder ein Skizzenblock zum Kritzeln sind meine einzige Begleitung. Manchmal ist es viel entspannender ein Frühstück allein (nicht einsam) zu genießen und uns selbst zuzuhören.


Stressfreie Tage

Weihnachten bedeutet für viele Menschen Stress. Geschenke kaufen, die Wohnung dekorieren, den Baum schmücken, … so viele Dinge die erledigt werden müssen.

Warum Muss? Wer sagt denn dass du einen Adventkranz haben musst? Und wieso musst du deine Wohnung dekorieren?

Häufige Antworten darauf:
„Weil es halt dazugehört.“ Der Adventkranz, die Deko oder der Stress?
Oder: „Damit ich in Weihnachtsstimmung komme.“ Zuerst Stress, dann Weihnachtsstimmung. Wo beginnt das eine, wo hört das andere auf?

Aber was muss man den zu Weihnachten wirklich?

Wir glauben immer so viel zu müssen und sollten einfach mal hinterfragen: Warum?

Wenn du dich bei jedem Satz, in dem du dir selbst sagst dass du das tun MUSST, einfach mal fragst: „Warum?“, wirst du erkennen dass die hälfte der Dinge gar nicht nötig ist.

Und JA, es kann manchmal wirklich so einfach sein oder so schwierig, je nachdem wie ernst man sich selbst nimmt 😉

Ein Beispiel: Heute ist der 19. Dezember, du hast noch nicht alle Geschenke und MUSST noch welche kaufen. Warum? Mal ganz ehrlich: Wenn du die Geschenke heute noch nicht beisammen hast, solltest du überlegen ob du jene Personen wirklich beschenken willst – oder eben MUSST, „weil sich das eben so gehört“. Was würde passieren wenn du nichts verschenkst? Wäre der Kollege am Boden zerstört weil er nicht die übliche Packung Pralinen bekommen hat?

So stressfrei kann Weihnachten sein!


Wegen Weihnachten Offline

Wir wischen jeden Tag. Nach links, rechts, oben, unten. Und ich rede nicht vom Weihnachtsputz. Unser Leben, das sogenannte „Reallife“ findet immer mehr online statt, dabei vergessen wir manchmal darauf den Moment zu genießen. Wir teilen ein Foto vom geschmückten Weihnachtsbaum noch bevor wir ihn wirklich gesehen haben, ständig betrachten wir unsere Umgebung durch die Kamera. Wir wollen ja schöne Bilder für unser Erinnerungsalbum. Warum nicht einfach mal den Augenblick genießen, statt die Erinnerung in einem Schnappschuss einfangen zu wollen?

Wie wäre es mit folgender Idee… schaltet das Handy doch einfach mal aus, legt es (weit) weg, oder lasst es Zuhause. Wenn ihr Weihnachten bei der Familie verbringt oder etwas mit Freunden unternehmt könnt ihr ja vereinbaren dass das Handy ausgeschaltet wird.

Ich selbst nehme mich nicht aus, ich bin immer von Bildschirmen umgeben und verbringe viel zu viel Zeit damit am Handy rumzuwischen. Deshalb verbringe ich die Feiertage offline.

Warum?

Weil ich die Zeit genießen will.

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